Manche Autofarben sind zeitlos schön. Andere sorgen erst einmal für Kopfschütteln. Und dann gibt es jene Farbtöne, die ihrer Zeit so weit voraus waren, dass sie erst Jahre später echten Kultstatus erreichten.
Wir nehmen euch mit auf eine kleine Zeitreise durch die Automobilgeschichte und zeigen sieben außergewöhnliche Originalfarbtöne, die beweisen: Mut zur Farbe zahlt sich manchmal erst Jahrzehnte später aus.
1. Panther Pink – Dodge (1970)
Ein Muscle-Car in Pink? Das muss man sich erst einmal trauen.
1970 brachte Dodge mit Panther Pink eine Farbe auf den Markt, die so gar nicht zum klassischen Bild amerikanischer Muscle-Cars passen wollte. Statt dezentem Schwarz oder sportlichem Rot gab es plötzlich einen leistungsstarken Dodge Challenger in leuchtendem Pink.
Bei der Schwestermarke Plymouth hieß derselbe Farbton übrigens Moulin Rouge. Auch nicht gerade zurückhaltend.
Was damals für hochgezogene Augenbrauen sorgte, ist heute ein begehrter Klassiker. Fahrzeuge mit originaler Panther-Pink-Lackierung ziehen auf Oldtimertreffen garantiert die Blicke auf sich.
Original-Farbcode: FM3
2. Plum Crazy – Dodge (1970)
Lila Laune auf vier Rädern.
Wer dachte, Pink sei schon mutig, hatte Plum Crazy noch nicht gesehen.
Das intensive Violett gehörte zu den sogenannten High Impact Colors, mit denen Dodge Anfang der 1970er-Jahre bewusst auffallen wollte. Und das funktionierte: Ein Challenger in Plum Crazy war kaum zu übersehen.
Die Farbe wurde so populär, dass Dodge sie Jahrzehnte später wieder ins Programm aufnahm.
Ein schönes Beispiel dafür, dass ein vermeintlich verrückter Farbton zum Markenzeichen werden kann.
Original-Farbcode: FC7
3. Sublime Green – Dodge (1970)
Unauffällig war gestern.
Dieses Grün sieht aus, als hätte jemand einen Textmarker über die Karosserie gezogen.
Sublime Green war 1970 eine der auffälligsten Farben im Dodge-Programm. Plymouth bot den Farbton unter dem Namen Limelight an.
Das grelle Gelbgrün passte perfekt in eine Zeit, in der Autos nicht nur schnell sein, sondern auch möglichst spektakulär aussehen sollten.
Heute zählt Sublime Green zu den bekanntesten Farben der amerikanischen Muscle-Car-Ära.
Original-Farbcode: FJ5
4. Go Mango – Dodge (1969–1970)
Klingt nach Sommerdrink. War aber eine Autofarbe.
Bei der Namensgebung waren die amerikanischen Automobilhersteller Ende der 1960er-Jahre offensichtlich besonders kreativ.
Dodge nannte seinen leuchtend orangefarbenen Lack Go Mango. Plymouth vermarktete denselben Farbton unter dem Namen Vitamin C.
Ob die Farbe tatsächlich für gute Laune sorgte, ist nicht überliefert. Sicher ist aber: Auf einem Dodge Challenger oder Charger machte dieses Orange ordentlich Eindruck.
Der Farbton wurde später wieder aufgegriffen und ist bis heute bei Muscle-Car-Fans beliebt.
Original-Farbcode: EK2
5. VW Polo Harlekin – Volkswagen (1995)
Vier Farben, ein Auto. Und das war tatsächlich Absicht!
Eine blaue Tür, eine rote Motorhaube und gelbe sowie grüne Karosserieteile. Was aussieht, als hätte jemand einen Polo aus verschiedenen Unfallfahrzeugen zusammengebaut, war 1995 tatsächlich eine offizielle Volkswagen-Sonderedition.
Der Polo Harlekin entstand ursprünglich aus einer Marketingidee: Volkswagen wollte damit das Baukastensystem seiner Ausstattungsvarianten anschaulich demonstrieren.
Die Resonanz war so groß, dass aus der ungewöhnlichen Idee ein echtes Serienmodell wurde. Insgesamt entstanden 3.806 Exemplare.
Heute ist der Harlekin ein gesuchter Youngtimer und ein sympathisches Stück Automobilgeschichte.
Und mal ehrlich: Welches andere Auto bringt gleich vier Farben mit, ohne dass der Besitzer jemals einen Lackierer beauftragt hat?
6. Sternrubin (Rubystar) – Porsche 911 (1990er-Jahre)
Zu pink für einen Porsche? Von wegen!
Anfang der 1990er-Jahre wagte Porsche etwas, das man von einem traditionsreichen Sportwagenhersteller nicht unbedingt erwartet hätte: Der Porsche 911 der Baureihe 964 war auch in einem kräftigen Pink-Magenta erhältlich.
Der Farbton hieß Sternrubin, international als Rubystar oder Rubystone Red bekannt.
Zwischen klassischen Porsche-Farben wie Schwarz, Silber und Rot war Sternrubin ein echter Hingucker. Die ungewöhnliche Lackierung polarisierte – und entwickelte sich im Laufe der Jahre zu einer begehrten Farbe unter Porsche-Enthusiasten.
Das Bemerkenswerte: Mehr als 30 Jahre später hat Porsche den historischen Farbton wiederentdeckt und bietet ihn über das exklusive Programm Paint to Sample erneut an.
Was damals für manchen vielleicht zu gewagt war, ist heute ein Statement für Individualität.
Von außergewöhnlich zu ikonisch. Manchmal braucht eine Farbe einfach etwas Zeit.
Original-Farbcode: 82N
7. Austin Yellow Metallic – BMW M4 (ab 2014)
Ist das noch Gelb oder schon Gold?
Mit dem BMW M4 der Baureihe F82 präsentierte BMW 2014 eine Farbe, die sich nicht so recht festlegen wollte.
Austin Yellow Metallic changiert je nach Lichteinfall zwischen kräftigem Gelb, warmem Gold und einem leicht grünlichen Schimmer.
Für die einen war es die perfekte Farbe für ein sportliches Coupé. Für andere vielleicht etwas zu auffällig.
Doch genau darum geht es bei außergewöhnlichen Autolacken: Sie sollen nicht jedem gefallen, sondern Charakter zeigen.
Original-Farbcode: B67
Verrückte Farben verdienen ein zweites Leben
Was haben all diese außergewöhnlichen Lackierungen gemeinsam?
Sie zeigen, dass eine Autofarbe viel mehr ist als eine schützende Beschichtung. Sie ist Ausdruck von Persönlichkeit, Zeitgeist und manchmal sogar ein entscheidendes Stück Automobilgeschichte.
Doch was passiert, wenn ein solches Fahrzeug nach vielen Jahren eine Lackreparatur benötigt?
Ein Kratzer im Kotflügel, eine beschädigte Stoßstange oder ein restauriertes Karosserieteil: Gerade bei seltenen Originalfarbtönen kommt es darauf an, möglichst genau den richtigen Farbton zu treffen.
Denn Pink ist eben nicht gleich Panther Pink. Und Grün noch lange nicht Sublime Green.
SprayMax FillClean – Der passende Farbton in der Spraydose
Hier kommt das SprayMax FillClean-System ins Spiel.
Mit FillClean lassen sich individuell angemischte Autolacke in speziell dafür vorbereitete SprayMax Spraydosen abfüllen. Das System ist auf kompatible wasserbasierte und lösemittelhaltige Lacksysteme abgestimmt.
Der Fachhändler oder Lacklieferant mischt den gewünschten Farbton anhand der verfügbaren Mischformel an und füllt ihn mithilfe des FillClean-Systems in die passende Spraydose.
Das Ergebnis: Ein individuell angemischter Autolack, der sich komfortabel aus der Spraydose verarbeiten lässt – ohne klassische Lackierpistole.
Ideal für kleinere Lackreparaturen, Ausbesserungen, Restaurierungsarbeiten oder schwer zugängliche Bereiche.
Ob außergewöhnlicher Youngtimer, geliebter Oldtimer oder modernes Fahrzeug mit besonderer Lackierung: Mit SprayMax FillClean lassen sich auch individuelle Farbwünsche in ein praktisches Spraydosenformat bringen.
Denn manche Farben sind einfach zu besonders, um in Vergessenheit zu geraten.
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Hinweis: Die Verfügbarkeit einzelner Farbtöne hängt von der vorhandenen Mischformel, dem verwendeten Lacksystem und dem jeweiligen Fachhändler ab.
Bildnachweise
- Dodge Panther Pink: Photo by Sicnag / Wikimedia Commons / CC BY 2.0.
- Dodge Plum Crazy: Photo by Sicnag / Wikimedia Commons / CC BY 2.0.
- Dodge Sublime Green: Photo by Sicnag / Wikimedia Commons / CC BY 2.0.
- Dodge Go Mango: Photo by Sicnag / Wikimedia Commons / CC BY 2.0.
- Volkswagen Polo Harlekin: Photo by Rutger van der Maar / Wikimedia Commons / CC BY 2.0.
- Porsche 911 (964) Rubystone Red: Photo by Damian B Oh / Wikimedia Commons / CC BY-SA 4.0.
- BMW M4 Coupé: Photo by Koenigseggvibes / Wikimedia Commons / CC BY-SA 4.0.
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